Lchaim beim ID Festival im Radialsystem

L’Chaim – Auf das Leben im Radialsystem.

Liebe Freunde,

KIgA ist dieses Jahr Partner des ID Festival (Israelisch Deutsches Festival) im Radialsystem und zeigt dort Teile der L’Chaim-Ausstellung.

Das Festival beginnt am 12.10. um 19:00 Uhr (Lichterzünden 18:30) mit
Shiur Shabbat Olam HaBah – an immersive Shabbat experience
Ab 19:00 Uhr gibt es keinen Einlass mehr. Danach kann man erst um 20:00 Uhr wieder in den Saal.

→ Fri 12.10., 18:00 – 24:00
→ Sat 13.10., 17:00 – 24:00
→ Sun 14.10., 14:00 – 20:00
Radialsystem Kubus
Freier Eintritt

Das Radialsystem befindet sich in der Holzmarktstraße 33, 10243 Berlin, neben der Schillingbrücke, fast gegenüber vom Ostbahnhof.

Wir freuen uns auf euch,

liebe Grüße und Schabbat Schalom.

 

Das Programm des ID Festival

L’chaim in Zehlendorf

L’Chaim – Auf das Leben in der Jugendfreizeiteinrichtung (JFE) Düppel

Einladung
zur feierlichen Eröffnung der Ausstellung

L’Chaim – Auf das Leben in der Jugendfreizeiteinrichtung (JFE) Düppel


31.08.-30.09.

Die Eröffnung findet mit Begleitprogramm
und anschließendem Empfang in der JFE Düppel statt.
Am Donnerstag, 30.08.2018, um 19 Uhr

Und wieder eröffnen wir die Ausstellung an einem neuen Ort. Diesmal in der Jugendfreizeiteinrichtung Düppel in der Lissabonalle 6/9 in 14169 Berlin-Zehlendorf.

Der Ausstellungsort ist mit Bedacht gewählt, denn von 1946-1948 befand sich auf dem Gelände das größte der drei DP Camps für Displaced Persons in Berlin. Düppel bot so für viele jüdische Überlebende der Shoah einen Ort des Neuanfangs in Berlin. Zeitweise lebten in dem Camp über 5000 jüdische DPs.

Einladungskarte (.pdf)

L’Chaim – auf das Leben
Die jüdische Vielfalt in Berlin entdecken

Ort: Jugendfreizeiteinrichtung Düppel
Lissabonnallee 6/9
14129 Berlin

Öffnungszeiten: Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag 14:00 – 21:00 Uhr
Mittwoch 16:00 – 19:00 Uhr
Samstag 14:00 – 19:00 Uhr
Sonntag 15:00 – 20:00 Uhr

Führungen und Workshops sowie Vormittagstermine für Gruppen am 10 Personen mit Voranmeldung unter:
KIgA e.V., Frau Desirée Galert praxisstelle@kiga-berlin.org

 

Liebe Freunde,

am 15.09. um 19:00 Uhr laden wir euch herzlich zur Lesung mit Shlomit Tulgan im Haus der Jugend, Argentinische Allee 28, 14163 Berlin-Zehlendorf ein.

Die Lesung wird umrahmt mit Musik von Rosa Oblomova und dem Chor Ay-Choramba.

Wir hoffen auf einen schönen  Abend im Park des Hauses der Jugend am Waldsee und würden uns freuen, euch dort zu sehen.

 

Euch allen shabat shalom und shana tove u’metuka.

Suppe & Mucke

L’Chaim beim Suppe&Mucke Straßenfest

Auf der Politbühne in der Pillauerstraße, dieses Jahr unter dem Oberthema ‚Lebensrealität trifft Urbanität‘, findet um 17:00 Uhr ein Gespräch mit Mischa Ushakov (Jüdische Studierendenunion) und Joachim Seinfeld (Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus) zu jüdischem Leben in Berlin und Antisemitismus statt.

Suppe&Mucke Straßenfest am 16. Juni rund um die Helsingforser Straße.

L’Chaim in Hellersdorf-Marzahn

Einladung
zur feierlichen Eröffnung der Ausstellung

L’Chaim – Auf das Leben in der Volkshochschule Marzahn-Hellersdorf

16.05. – 30.06.2018

Die Eröffnung findet mit Begleitprogramm
und anschließendem Empfang in der VHS Marzahn-Hellersdorf statt.
Am Dienstag, 15.05.2018, um 17 Uhr

Einladungskarte  (.pdf)

 

Voranmeldungen für Führungen und
Workshops unter:
Anna.heindl@ba-mh.berlin.de
Tel.: 030-90 293 2572

Volkshochschule Marzahn-Hellersdorf
Mark-Twain-Straße 27
12627 Berlin
Öffnungszeiten
Montag – Freitag, 10:00 – 18:00 Uhr

Anfahrt: Bus X54, Tram 18, M6, U Louis-Lewin-Str.

L’Chaim im Klubhaus Spandau

L’Chaim im Klubhaus Spandau

Kostenlose Workshops und Führungen (ab Klassenstufe 9)

„L’Chaim – Auf das Leben“ wurde am 13.02.2018 um 18 Uhr mit feierlichem Begleitprogramm und anschließendem Empfang im Klubhaus Spandau eröffnet und kann seit dem 14. Februar bis zum 26. März 2018 besichtigt werden.

Anmeldungen für Workshops und Führungen unter
Mail: info@klubhaus-spandau.de
Tel: 030-378 90 90

Klubhaus Falkenhagener Feld in Spandau
Westerwaldstraße 13, 13589 Berlin

Anfahrt: Buslinien M37, 137, 337 Haltestelle: Westerwaldstraße

Ankunft in Berlin

Jüdisches Leben in Berlin

Diese Ausstellung porträtiert die verschiedenen Facetten jüdischen Lebens in Berlin anhand von 37 Biographien, darunter 31 Juden und sechs Nichtjuden. Was alle verbindet ist der Wohnort Berlin. Bei manchen hat die Religion eine zentrale Bedeutung. Andere wiederum betrachten ihre jüdische Herkunft rein kulturell und haben keinen Bezug zum Glauben. Die Lebensgeschichten gewähren somit einen kleinen Einblick in die Vielfalt jüdischen Lebens.

Die jüdische Religion

Das ist ja so ein Verein aus dem Du nicht mehr austreten kannst.
David König

Seit der Zerstörung des jüdischen Tempels in Jerusalem durch die Römer im Jahre 70 gibt es im Judentum keine oberste Instanz, welche die Richtlinien für alle Glaubensfragen festlegt.

Daher haben sich im Laufe der Jahrhunderte viele unterschiedliche jüdische Traditionen herausgebildet, die sich meist abhängig von speziellen Besonderheiten einzelner Länder oder Regionen und vor dem Hintergrund bestimmter historischer Ereignisse entwickelt haben. Zudem kamen im 19. Jahrhundert vor allem in Europa und besonders in Deutschland neue, weniger traditionelle Interpretationen der religiösen Gesetze auf: das sogenannte liberale Judentum und das Reformjudentum entstanden. Seit dem 20. Jahrhundert gibt es zudem Masorti, eine weitere Strömung, die zwischen der Reformbewegung und dem orthodoxen Judentum steht. Es ist eine traditionelle aber auch egalitäre Bewegung, die Frauen ermöglicht, ein geistiges Amt zu übernehmen oder religiösen Pflichten nachzukommen, die sonst nur Männern vorbehalten sind.

 

Mein Judentum

Ich habe mir meine jüdische Identität schwer erkämpft.
Shlomit Tulgan

Tradition, Kultur oder Religion?

Jüdisch zu sein hat ganz verschiedene Aspekte, die sich auf unterschiedliche Art und Weise zeigen. Das Judentum ist sowohl Religion, Kultur und Tradition. Was bedeutet es also für mich, jüdisch zu sein? Ist es Tradition, Kultur oder Religion? Woher beziehe ich meine Tradition? Wie lebe ich diese Seite meiner Kultur? Wie übe ich meine Religion aus? Was gibt mir mein Judentum und was nicht? Ist jemand aus der ehemaligen Sowjetunion anders jüdisch als einer aus Berlin oder als jemand, der gerade aus Israel eingewandert ist? Und wenn ja, wie? Und wie verändert sich meine Sicht auf das Judentum, auf meine jüdische Identität im Laufe meines Lebens?

Heimat: Aufbruch und Ankommen

Mich unterscheidet in diesem Land nichts von einem türkischen, einem libanesischen oder italienischen Einwanderer. Deutschland war nicht das Land, in dem alle willkommen waren.
Ben Salomo

Berlin ist seit jeher geprägt von Zuwanderung und Migration. Juden haben seit vielen Jahrhunderten das Leben in Berlin mitgestaltet.

Viele jüdische Familien haben Vorfahren aus Osteuropa, aber auch aus Frankreich, Südamerika, Zentralasien, der Türkei oder arabischen Ländern. Seit den letzten Jahren kommen vor allem junge Israelis in die Hauptstadt. Für sie ist Berlin ein Ort von Freiheit und vielfältigen Möglichkeiten. Dass Juden nach der systematischen Diskriminierung, Verfolgung und Ermordung während des Holocausts überhaupt wieder in Berlin leben wollen und die Stadt zu ihrer Heimat machen, hat verschiedene Gründe, auf die in den Biographien eingegangen wird.

Minderheit

Wenn man sagt, man ist Jude, dann haben Leute eine Vorstellung davon, was das zu sein hat. Eigentlich ist das übergriffig, dass fremde Menschen der Meinung sind, meine Identität definieren zu können – oder zu müssen.
Anne Goldenbogen

Juden stellen in Berlin und Deutschland eine Minderheit dar. Zirka 200.000 Juden leben heute in Deutschland, also 0,24 Prozent der Gesamtbevölkerung.

Nicht Teil der deutschen Gesellschaft zu sein, als „anders“ wahrgenommen zu werden, aber auch Antisemitismus, Diskriminierung und sogar Gewalt prägen die Erfahrungen mancher Jüdinnen und Juden. Aber nicht nur jüdisch zu sein, auch die politische Einstellung, sexuelle Orientierung oder das Verhältnis zum jüdischen Staat Israel, sind weitere Aspekte der eigenen Identität. Ebenso stellt sich die Frage, ob und wie sich das eigene Leben selbstbestimmt gestalten lässt. Inwieweit kann man demnach als Minderheit seinen Traditionen und Gebräuchen nachgehen, in einer Gesellschaft, die nicht immer Rücksicht darauf nehmen kann oder will?